PR: popup-records
LABEL: popup-records
Distribution: The Orchard
Publishing: Schacht Musikverlag
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STATEMENT ZU JOKA
Foto Credits: Gidon Carmel
Gidon Carmel und Kyle Morton verbindet eine seltene künstlerische Chemie, die geografische und stilistische Grenzen überbrückt. Der in Israel geborene und seit vielen Jahren in Berlin beheimatete Schlagzeuger und Produzent Gidon Carmel ist für seine Vielseitigkeit zwischen Jazz, Swing, R&B, Rock, Pop und Funk bekannt. Mit einem feinen Gespür für Dynamik, Timing und Klangfarbe verleiht er Projekten Tiefe und Präzision.
Kyle Morton ist Gründer, Sänger und Hauptsongwriter der US-amerikanischen Indie-Rock-Band Typhoon. Seine Musik ist geprägt von orchestralen Arrangements, poetischer Erzählkunst und einer besonderen Fähigkeit, persönliche Geschichten in universelle Songs zu verwandeln. Typhoon gelten als eine der markantesten Stimmen des amerikanischen Indie-Orchestersounds.
Über drei Jahre arbeiteten die beiden Künstler zusammen am Konzeptalbum JOKA. Das Werk erzählt die Lebensgeschichte von Carmels Großmutter Joka – von ihrer Deportation nach Auschwitz über die Jahre nach dem Holocaust bis zu ihrem Tod in Israel 1978.
Ausgangspunkt des Albums war eine Kiste mit Briefen, die Gidon Carmel 2018 im Keller seiner Eltern entdeckte. Geschrieben hatte sie seine Großmutter Joka, die er selbst nie kennengelernt hatte. Sie starb, bevor er geboren wurde. Beim Lesen begann für ihn ein Prozess des „Erinnerns“ an eine Person, die ihm bis dahin nur als Fotografie und Familiengeschichte bekannt war.

Über drei Jahre hinweg sammelte Carmel Dokumente, Fotos und Zeugnisse, interviewte Angehörige und stieß schließlich auf die Erinnerungen seiner Urgroßmutter Gitta. Deren Bericht über die Zeit vor der Deportation – einschließlich der verzweifelten Frage an ihre beiden Kinder, ob sie dem Leid durch Morphium entgehen wollten – wurde zu einem emotionalen Kern des Albums. Beide Kinder entschieden sich zu leben. “That moment struck me deeply. In a way, it was the moment my own existence was decided. It became one of the central themes of the album: the idea of choosing life. And from that choice, JOKA began“, erzählt Gidon Carmel.
Das Album entfaltet sich in zehn Songs, erzählt aus der Perspektive unterschiedlicher Menschen, die Joka in verschiedenen Lebensphasen begegneten: ihrer Mutter, ihrem Bruder, ihrem Mann, ihrem Sohn – aber auch Figuren am Rand ihrer Geschichte, etwa ein Fremder im Zug oder ein Lageraufseher.
Was als Produktionszusammenarbeit begann, entwickelte sich zu einer engen kreativen Partnerschaft. “In 2022, I reached out to Kyle Morton from the band Typhoon, whose record Offerings – itself a meditation on memory – was part of the inspiration for this project”, erinnert sich Gidon Carmel. Zwischen Berlin und Portland entstanden Songs, die dokumentarische Tiefe mit literarischer Sensibilität verbinden. Morton, ursprünglich als Produzent beteiligt, wurde zum Co-Autor und, wie Carmel sagt, zu jemandem mit eigenen „Erinnerungen“ an Joka. Gemeinsam stehen Carmel und Morton für eine Form von Songwriting, die Brücken schlägt zwischen Kontinenten, Generationen und zwischen Geschichte und Gegenwart.
Als Zeichen dieser Haltung wird JOKA nicht auf Spotify veröffentlicht. Ein Teil der Erlöse geht an die Hilfsorganisationen PCRF und Standing Together.