Neue Energie aus einem Ort zu schöpfen und sich von einer Atmosphäre tragen zu lassen – diese bewährten Impulse nutzt Divers, um nach drei gefeierten Alben und zahlreichen Konzerten mit der im legendären Hansa Studio in Berlin (u. a. David Bowie, Depeche Mode, Nick Cave) aufgenommenen EP Shapeshifting zurückzukehren.
„I think it’s a lot about the attitude of all the musicians when we go into the studio,” sagt Sängerin und Frontfrau Lina Horner. “Aware of what has happened there before, so there’s a kind of reverence for the place. And it opens up the senses in a different way than if you were at home.“
Das Ergebnis sind vier Songs, die zugleich komplexer, konzeptueller und kraftvoller sind als je zuvor. Divers reihen sich damit in die lange Liste von Künstler:innen ein, die zwischen den Wänden dieses ikonischen Studios eine kreative Renaissance erlebt haben. Der Opener “The Hunt“ entwickelt sich von einer an The Doors erinnernden Call-and-Response-Strophe zu einem epischen Refrain. “A Body of Water“ ist eine schwebende, träumerische Ballade in Moll, durchzogen von brillanten elektronischen Zwischenspielen. Der Titelsong “Shapeshifter“ baut sich als riffgetriebener Popsong stetig auf und entfaltet über die Zeit seine volle Dynamik.
Auch thematisch entwickelt sich Divers weiter: Während sich das letzte Album mit psychischer Gesundheit auseinandersetzte, verfolgt die neue EP einen eher transzendentalen Ansatz. Thematisch liegt der EP Shapeshifting die Frage zugrunde, was passiert, wenn man sich verändert oder durch Lebensphasen transformiert wird. “I saw a film clip of myself yesterday, from when I was 30 years old. I reacted to the fact that I was so young and unspoiled, not burdened by life. You would think you had been through things at 30 but have relatively no idea. I think that is reflected a lot in the music on this EP.“erklärt Lina Horner.
Insgesamt ist die Shapeshifting EP das bislang vielseitigste Werk von Divers – mit einer Bandbreite, die das gesamte Spektrum der Band von dunkel bis lichtdurchflutet umfasst.
Foto: Magnus Bergström