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Francis of Delirium vertiefen auf „Run, Run Pure Beauty“ ihren Sound zwischen Zerbrechlichkeit und Wucht

    Am 29.05.2026 veröffentlichte die Indie-Musikerin Jana Bahrich mit ihrem Projekt Francis of Delirium ihr neues Album Run, Run Pure Beauty via Dalliance Recordings.

    Mit diesem Album richtet Jana Bahrich, kreativer Kopf hinter Francis of Delirium, den Blick nicht nur auf den Zustand der Welt, sondern auch nach innen. Besonders deutlich wird das auf dem Fokus-Track „Higher“, der ihre persönliche Erfahrung nach einer Halsoperation zwischen zwei Albumveröffentlichungen verarbeitet. Der verträumte Laurel-Canyon-Sound verleiht dem Song eine beinahe transzendente, spirituelle Atmosphäre: warme akustische Texturen treffen auf Verletzlichkeit und Stärke – intim und zugleich hoffnungsvoll.

    Über den Song sagt Jana: „I went all out on this song. There are over seventy vocals and even that wasn’t enough so I enlisted the help of my speech therapist to add a different vocal texture. She was a crucial part of the past year after she helped me strengthen my voice.“

    Run, Run Pure Beauty zeichnet das Bild einer instabilen Gegenwart, beleuchtet unterschiedliche Perspektiven und sucht nach Hoffnung unter der Schwere der modernen Welt.

    Francis of Delirium stehen mittlerweile für euphorischen Indie-Rock mit einer unverkennbaren Gen-Z-Sensibilität. Inspiriert von US-College-Rock der 90er-Jahre und Künstler:innen wie Sufjan Stevens, verbindet die Band emotionale Offenheit mit rauer Energie. Das US-Musikmagazin Stereogum beschrieb den Sound treffend als Mischung aus Pixies, Snail Mail, The Beths, Lucy Dacus und Built to Spill.

    Produziert wurde das Album von Jana gemeinsam mit ihrem langjährigen Weggefährten Chris Hewett. Für den Mix zeichnete Nicolas Vernhes verantwortlich, der bereits mit Acts wie Deerhunter, Dirty Projectors und Silver Jews gearbeitet hat. Das Album knüpft an die emotionale Offenheit früherer Veröffentlichungen an, geht dabei aber noch tiefer in Spannungen, Zurückhaltung und Kontraste.

    Bereits vor Albumrelease veröffentlichten Francis of Delirium mehrere Singles, darunter „Requiem of a Dying Day“, eine entschleunigte Reflexion über eine Welt am Rande ihres Untergangs, sowie „It’s a Beautiful Life“ – ein ungezügelter, kathartischer Song, der unter anderem von BBC 6 Music, NPR, DIY und Stereogum gefeiert wurde. Begleitet wurde der Track von einem Video des Regisseurs Kiyan Agadjani, das die Atmosphäre eines zeitlosen Teenager-Sommers einfängt. Mit „Little Black Dress“ kanalisiert die Band schließlich die rohe Energie des Live-Spielens – ein Song über Vorfreude, Hoffnung, Verzweiflung und letztliche Enttäuschung.

    Das Album Run, Run Pure Beauty zeigt insgesamt eine klangliche Weiterentwicklung: Die Songs wirken weitläufiger und von einer fast schon überwältigenden Fülle an Harmonien getragen. Besonders deutlich wird das auf dem Track „Higher“: „I really went all out on this one. There are over seventy vocals and even that wasn’t enough so I enlisted the help of my speech therapist to add a different vocal texture. A crucial part of the past year after she helped me strengthen my voice after a surgery I had had on my neck, having her sing on the record honours our relationship and what she taught me”. So entsteht eine nebligwarme, sonnendurchflutete Ästhetik, die sich beinahe spirituell anfühlt.