Mit I Don’t Wanna Question How I Feel veröffentlicht Mary And The Sharks am 04.09.2026 ihr Debütalbum, das eine Sammlung von Songs über Verlangen, Zweifel und die Suche nach einem Ort, an dem man nicht ständig gegen sich selbst ankämpfen muss, ist.
Die acht Tracks des Albums bewegen sich durch die dunkleren Ecken des eigenen Innenlebens und die seltenen Momente, in denen plötzlich alles leichter wird. Es geht um alte Muster, die langsam zerbrechen, um die Geschichten, die wir uns erzählen, um uns zu schützen, und um die Menschen, die uns daran erinnern, wer wir sein könnten. Außerdem schreibt Mary And The Sharks über die widersprüchlichen Seiten von Nähe: die Angst, etwas Schönes zu verlieren, den Wunsch gesehen zu werden und den Mut, sich trotzdem zu öffnen. Die Songs tragen diese Spannung in sich. Sie sind verletzlich und kraftvoll zugleich, manchmal rau, manchmal fast schwebend.
Musikalisch bewegt sich das Album mühelos zwischen Indie-Pop und Indie-Rock, mit Einflüssen aus der Dream-Pop-Welt: leicht verzerrte Gitarren, ein gefühlvoller, tragender Gesang und durchweg starke Hooks. Ein Sound, der die Schwere der Texte nie zudeckt, ihr aber immer einen Halt gibt.
„Lost in Translation“ eröffnet das Album mit stimmungsvollen Synths und dem Gefühl, zwischen den eigenen Gedanken und Emotionen verloren zu sein. Sehnsucht, Selbstzweifel und alte Muster ringen miteinander, während die eigene Erwartung an sich selbst nicht aufgeht: „I thought I would be wiser by now / I thought I would have figured it out„. Ein erster Blick in eine Welt, in der nicht jedes Gefühl sofort übersetzt werden kann.
Der nachfolgende Song „Right Kind Of Magic“ handelt dann von einer Begegnung, die vertraute Muster ins Wanken bringt. Zwanzig Jahre lang lag es immer an den anderen, dann taucht jemand auf, der sich schlicht an die Regeln hält und stellt damit alles infrage. Zwischen Staunen, Verletzlichkeit und Hingabe erzählt der Song von der besonderen Kraft eines Menschen, der uns dazu bringt, uns selbst mit anderen Augen zu sehen. Auch in „She Said I’m A Saint“ verhandelt Mary And The Sharks die Kraft, durch die Augen eines anderen Menschen gesehen zu werden und den Riss, der entsteht, wenn dieses Bild nicht zum eigenen passt. Zwischen Licht und Schatten erkundet sie die Widersprüche des eigenen Selbstbildes und die Schönheit darin, nicht perfekt sein zu müssen.

Passend dazu geht es in „Rotten Frame“ um den Moment, in dem alte Schutzmechanismen zu zerfallen beginnen. Verschlossene Türen, ein undichtes Dach, eine Wahrheit, die trotzdem durchkommt. Zwischen verdrängten Wahrheiten und dem Wunsch nach echter Verbindung geht es um die Fassaden, die wir bauen und den Mut, sie fallen zu lassen.
Der Titelsong „I Don’t Wanna Question How I Feel“ bildet das emotionale Zentrum des Albums. Mary And The Sharks fängt den Moment ein, in dem der Wunsch nach Nähe stärker wird als die Angst, etwas Schönes zu verlieren. Keine klassische Liebeserklärung, sondern ein leises Bekenntnis zu emotionaler Ehrlichkeit, das seine Unsicherheit offen mitträgt: „Is it too soon / To know I won’t regret it?“ Mit feinen Indie-Pop-Melodien und Marys schwebenden Gesang entsteht hier ein Song über Vertrauen, Intuition und die bewusste Entscheidung, Gefühle nicht länger zu zerdenken.
Von der Suche in „Lost in Translation“ bis zur Erkenntnis von „It All Made Sense“ folgt das Album keiner geraden Linie. Es fühlt sich eher an wie ein Blick zurück auf einen Weg, den man erst im Nachhinein verstehen kann.
Hinter Mary And The Sharks steht Mary Jensen, gebürtige Hamburgerin, seit 2017 in Berlin. Aufgewachsen in einem stark kirchlich geprägten Umfeld, in dem sie sich fremd fühlte, wurde die Suche nach Selbstbestimmung früh zur Grundlage ihrer Musik. Nach dem Songwriting-Studium an der Popakademie Mannheim ging sie nach Berlin und war zunächst als Feature-Stimme auf elektronischen Produktionen zu hören, unter anderem auf „Safe & Sound“ und „Let’s Call It Love“ mit LUNAX. Im Mai 2025 erschien mit Prophecy ihre Debüt-EP als Mary And The Sharks – die erste Arbeit, die ihre eigene Handschrift über eine volle Länge zeigte. Das Debütalbum ist nun der nächste Schritt für noch mehr Handschrift.
I Don’t Wanna Question How I Feel ist ein Debüt über das Loslassen von Kontrolle. Ein Album, das nicht fragt, ob ein Gefühl logisch ist, sondern ob es echt ist. Es erscheint am 04. September 2026.