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Der Beginn einer langen Geschichte: VERNIER veröffentlicht mit „Right Place Wrong Time“ seine Debüt-EP

    Der aufstrebende Singer-Songwriter VERNIER veröffentlichte mit Right Place Wrong Time seine Debüt-EP am 20. Februar. Die fünf Songs der EP bewegen sich zwischen zwei Genres, die sich längst nicht mehr ausschließen müsse: Indie-Folk und Pop. Dabei klingen allesamt schimmernd und groß, aber dennoch nie aufgeblasen.

    „You make me wanna run, but I can’t let go“. In den Melodien, Textzeilen und Akkordwechseln wird das Motiv des Rennens immer wieder vertont. So fängt VERNIER auf Right Place Wrong Time eine gewisse Aufbruchstimmung ein, wodurch sich die EP wie der Beginn einer langen Geschichte anfühlt. Immer wieder öffnet der Singer-Songwriterhier Türen, stellt Fragen, gibt gleichzeitig aber auch Antworten.

    VERNIER hat über die Jahre schon einiges ausprobiert. Er war Drummer für erfolgreiche Acts aus verschiedenen Genres und trat als solcher schon vor großen Menschenmengen auf. Auch dadurch wurde auch das Verlangen, selbstgesungene Eigenkompositionen zu veröffentlichen, größer und größer. Am Ende gingen die Ambitionen von VERNIER über sein Schlagzeugspiel hinaus. In ihm gab‘s noch andere Ziele – und eben auch Gedanken, Schmerzen, die in Songs verarbeitet werden mussten. Also wurde Right Place Wrong Time zum musikalischen Schnappschuss seiner Persönlichkeit zur jetzigen Zeit.

    Im Team mit den beiden Produzenten Timo Wilkens und Felix Gerlach sowie der Songwriterin Sarah Muldoon schrieb VERNIER in den letzten 4 Jahren eine Vielzahl von Songs. „Screwed Up“ (VÖ: 03.10.2025) ist die erste Single der EP und bewegt sich ebenfalls im Gesamtsound der EP: Indie-Folk und Pop. VERNIER schreibt melancholische Indie-Songs, die bleiben sollen. „I let you keep my shirt“, singt der aufstrebende Musiker in dem Track. Das hat etwas Tröstliches – sein T-Shirt als letztes Überbleibsel einer romantischen Nacht – und verdeutlicht außerdem den Willen, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Im Sinne von: Er selbst kann nicht bleiben, also lässt der 26-Jährige etwas zurück – und zieht dann doch weiter.

    VERNIER kann nicht stehen bleiben; er rennt weiter, weil er nicht anders kann. Stets den nächsten Schritt gehen zu wollen ist gesund, führt auf Right Place Wrong Time jedoch auch zu einer gewissen Tragik. Im Kern dieser selbstbewusst klingenden Indie-Pop-Songs stecken nämlich auch Selbstzweifel und andere Fragen, die vermutlich alle jungen Menschen kennen: Wer bin ich? Wer sind wir gemeinsam? Und leider auch: Wer bin ich, wenn du plötzlich nicht mehr da bist? „I don’t know where, but we lost our meaning“, singt er im verträumten und trotzdem nach vorne gerichteten Opener der EP „Breakup Season“.

    Jeder Song auf der EP zeigt eine andere Facette von VERNIER, doch gemeinsam haben sie vor allem eins: Genau wie viele seiner größten Einflüsse (The 1975 / Angus & Julia Stone / Sam Fender), kann er die goldene Essenz alter Rock- und Popklassiker in etwas völlig Modernes verwandeln. Jeder Song verläuft organisch und scheint ganz selbstverständlich aus ihm herauszufließen.

    Für VERNIER begann der musikalische Werdegang bereits mit dem Schlagzeugunterricht im Alter von fünf Jahren und es war früh klar, dass es für ihn mehr als nur ein Hobby sein würde. In den vergangenen fünf Jahren konnte er sich schließlich als Schlagzeuger für Künstler:innen wie Levin Liam, Anais, Philine Sonny und Fil Bo Riva, in der Musikszene einen Namen machen und durch Touren, TV-Auftritte bei Late Night Berlin, Festivalshows wie dem Lollapalooza Berlin oder dem SXSW in Austin, sowie Supportshows für bsp. Giant Rooks, Provinz, Cro und Bastille viele Erfahrungen im In- und Ausland sammeln.

    Und dann denkt man über den Titel nach: Ich war hier schon richtig, doch der Zeitpunkt hat nicht gepasst. Also macht VERNIER weiter. Immer weiter.

    Die Debüt-EP Right Place Wrong Time von VERNIER erschien somit am 20. Februar 2026.

    Foto: Hannes Klingelhoefer